Teure Krankenkassen am Limit: Warum Eigenverantwortung die einzige Heilung ist
Es ist ein faszinierendes Phänomen: Wenn ein System kurz vor dem unausweichlichen Kollaps steht, werden die politischen Debatten nicht etwa grundlegender, sondern immer absurder.
Die aktuelle Diskussion in der deutschen Politik ist dafür das perfekte Paradebeispiel. Um ein klaffendes Milliardenloch bei den gesetzlichen Krankenkassen zu stopfen, wird gefordert, die beitragsfreie Mitversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Das politische Framing ist brillant gewählt: Man wolle „Fehlanreize“ am Arbeitsmarkt beseitigen und Frauen in die Erwerbstätigkeit „ermächtigen“.
Im Klartext: Familien, die sich freiwillig und aus höchst individuellen Gründen für eine klassische Arbeitsteilung entscheiden, sollen künftig mit rund 2.900 Euro pro Jahr an zusätzlichen Kosten bestraft werden.
